Blumenkohl aus dem Ofen – mit Dukkah

Blumenkohl aus dem Ofen – mit Dukkah

Kurz vor Weihnachten war ich bei Freunden eingeladen. Ein entspannter Abend, die entsetzlicher Weise inzwischen erwachsenen Kindern mit am Tisch, so dass wir am Ende neun Personen waren.

Damit es für die Gastgeber unkompliziert bleibt, wurde jeder gebeten, etwas mitzubringen. Das ist immer einer gute Idee: Man probiert Neues und niemand steht stundenlang allein in der Küche.

Eine der Töchter und ihr Partner brachten einen ganzen, im Ofen gerösteten Blumenkohl mit. Goldbraun, würzig, mit  knusprigem Topping. Ich war ehrlich gesagt skeptisch. Blumenkohl gehört nicht zu meinen Favoriten.

Nach dem ersten Bissen war klar: Ich ändere meine Meinung.

Zu Hause habe ich die Idee aufgegriffen und meine eigene Version daraus gemacht. Mit orientalisch angehauchter Marinade, Dukkah und einem Honig-Knoblauch-Joghurt.

Das Ergebnis funktioniert als vegetarisches Hauptgericht genauso gut wie als Bestandteil einer Mezze-Tafel. Warm aus dem Ofen serviert, in die Mitte gestellt, alle greifen zu. So mag ich Essen.

Was ist eigentlich Dukkah?

Dukkah stammt ursprünglich aus Ägypten und ist eine Gewürz-Nuss-Mischung. Klassisch besteht sie aus gerösteten Nüssen, oft Haselnüssen oder Mandeln, dazu Sesam, Koriandersamen, Kreuzkümmel und Salz. Alles wird grob gemörsert, nicht pulverisiert. Genau das macht den Reiz aus.

Dukkah bringt Röstaromen, Würze und Textur auf den Teller. Es knuspert, es duftet, es verstärkt das, was ohnehin schon gut schmeckt.

Man kann Dukkah fertig kaufen oder selbst machen. Selbstgemacht hat den Vorteil, dass man die Gewürze anpassen kann. Mehr Kreuzkümmel, weniger Koriander, vielleicht etwas Chili.

Ich war bisher faul und habe es fertig gekauft – das werde ich aber beim nächsten Mal ändern.

Hier nun das Rezept:

Ofen-Blumenkohl mit Dukkah und Honig-Knoblauch-Joghurt

Außen würzig geröstet, innen weich und saftig – dieser ganze Ofen-Blumenkohl ist das perfekte vegetarische Hauptgericht oder eine beeindruckende Beilage. Die Marinade mit Kreuzkümmel, Paprika und Curry sorgt für Tiefe, Dukkah bringt Crunch und der Honig-Knoblauch-Joghurt setzt einen süß-würzigen Kontrast.

Für den Blumenkohl

  • 1 Blumenkohl, 800 g bis 1 kg
  • 200 ml gute Brühe, Gemüse oder Huhn

Marinade

  • 4 EL Sonnenblumenöl
  • 1½ TL Salz
  • Pfeffer nach Geschmack
  • ½ TL Kreuzkümmel
  • ½ TL geräuchertes Paprikapulver
  • ½ TL Currypulver
  • 2 bis 3 Knoblauchzehen, gepresst
  • 4 EL Sesam

Für den Honig-Knoblauch-Joghurt

  • 300 g Rahmjoghurt griechischer Art

  • 2 EL Honig

  • 2 bis 3 Knoblauchzehen, gepresst

  • 1 EL Sesamöl

  • Salz

  • Pfeffer

    • 4 EL Pinienkerne

    • 3 EL Granatapfelkerne

    • 6 EL Dukkah (gekauft oder selbstgemacht)

Zubereitung

Blumenkohl vorbereiten

Den Blumenkohl putzen und die äußeren Blätter entfernen.
Wichtig: Den Strunk nur so weit einschneiden, dass der Kohlkopf ganz bleibt. Er soll als Ganzes im Ofen garen.

Eine runde, gefettete Gratinform oder ein Backblech in passender Größe vorbereiten und den Blumenkohl hineinsetzen.

Marinieren und backen

Alle Zutaten für die Marinade gut verrühren.
Den Blumenkohl rundum großzügig damit bestreichen. Auch zwischen die Röschen etwas Marinade einarbeiten.

Die Brühe in die Form gießen, sodass der Boden bedeckt ist.

Im vorgeheizten Backofen bei 180 Grad Heißluft etwa 60 Minuten garen.
Zwischendurch immer wieder mit der Marinade bepinseln oder mit etwas Bratensaft aus der Form begießen.

Der Blumenkohl ist fertig, wenn er weich ist und außen eine schöne goldbraune Farbe hat.

Joghurt-Dip zubereiten

Joghurt, Honig, Knoblauch und Sesamöl verrühren.
Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Pinienkerne in einer Pfanne ohne Fett goldbraun rösten.

Anrichten

Den heißen Blumenkohl aus dem Ofen nehmen.
Mit gerösteten Pinienkernen und Granatapfelkernen bestreuen.

Mit Dukkah bestäuben oder separat dazu reichen.
Den Honig-Knoblauch-Joghurt als Dip servieren.

Tipps

  • Wer es schärfer mag, gibt etwas Chili in die Marinade.

  • Als vegane Variante einfach pflanzlichen Joghurt verwenden und den Honig durch Ahornsirup ersetzen.

Genießt es!

Und das Bild wurde wieder einmal mit Nano Banana erstellst – momentan ist das mein Favorit. Aber das ändert sich ja recht regelmäßig.

Saté-Pasta mit Huhn

Saté-Pasta mit Huhn

Ich habe keine Ahnung mehr, woher ich dieses Rezept habe – ich koche es schon lange, kann mich aber an den Ursprung nicht erinnern. Es ist irgendwie eine Abwandlung der indonesischen Saté-Spieße – ohne Spieße, dafür mit Pasta. 
(Übrigens ist auch dieses Titelbild nicht in meiner Küche, sondern mit Nano Banana entstanden.)

Gestern waren Claudia und Andreas zu Besuch – das war aus mehreren Gründen schön. Für mich war es besonders schön, weil die beiden so ganz nebenbei meine Geschirrspülmaschine repariert haben – einfach nach einem YouTube-Video (das läuft nicht unter Schwarzarbeit!). Für uns alle war es schön (hoffe ich zumindest), weil wir einen netten Abend hatten – allerdings etwas zu sättigend.

Manchmal darf es auch etwas mehr sein

Eigentlich würde ich behaupten, dass die oben angegebene Menge für 4 Personen reichen würde – wir haben aber alles zu dritt aufgegessen.
Und das, obwohl es dazu noch einen koreanischen Gurkensalat gab (Rezept folgt).
Allerdings muss man dazu sagen, dass die beiden Besucher nicht nur sehr sportlich sind, sondern auch sehr konsequent – wenn sie wissen, dass sie abends zum Essen eingeladen sind, dann essen sie tagsüber weniger. Mir ermangelt es ja leider an so viel Disziplin. Langer Rede, kurzer Sinn: Im Normalfall reichen die Mengen für 4 Personen. Da jammert dann auch keiner nach dem Essen – so wie wir es taten.

Außerdem kann man das Ganze auch super ohne Huhn essen – oder stattdessen mit Tofu. Den Tofu würde ich allerdings nicht vorher marinieren.
Woher ich das Einlegen des Huhns in Natron habe, weiß ich nicht mehr – man sollte wirklich wenig Natron nehmen (vermutlich verstoße ich damit gegen irgendwelche Regeln der Haute Cuisine), aber das Huhn ist dann unglaublich zart! .

Zutaten

Hähnchen & Marinade

  • 600 g Hähnchenbrustfilet, mundgerecht gewürfelt

  • ca. ½ TL Natron

  • 2–3 EL Sojasauce

  • 1 EL Sesamöl zum Braten

Nusssoße

  • 1 EL Sesamöl

  • 3 Knoblauchzehen, zerdrückt

  • 2 frische Chili, fein gehackt

  • 1 TL Ingwer, frisch gerieben

  • 4–5 EL Erdnussmus

  • 400 ml Kokosmilch

  • 1 EL Kokosblütenzucker (alternativ brauner Zucker)

  • Sojasauce nach Geschmack

  • Fischsauce nach Geschmack

  • Reisessig nach Geschmack
  • Chiliflocken nach Belieben

Pasta & Topping

    • 500 g Spaghetti

    • 4 Frühlingszwiebeln, in feine Ringe geschnitten

    • 1 Bund Koriander, grob gehackt

    • geröstete Erdnüsse
    • Crunchy Chili Oil zum Servieren

Zubereitung

Hähnchen vorbereiten
Die Hähnchenwürfel mit dem Natron bestreuen, mit etwas Sojasauce vermengen, bis alles leicht angefeuchtet ist. Abgedeckt 30 Minuten im Kühlschrank ziehen lassen.
Danach nicht extra abspülen, sondern direkt weiterverarbeiten.

Hähnchen anbraten
Sesamöl in einer großen Pfanne erhitzen. Das Hähnchen portionsweise scharf anbraten, bis es goldbraun ist. Aus der Pfanne nehmen und beiseitestellen.

Soßenbasis aufbauen
Erneut etwas Sesamöl in die Pfanne geben. Knoblauch, Chili und Ingwer bei mittlerer Hitze kurz anschwitzen, bis es intensiv duftet. Nicht bräunen lassen.

Nusssoße kochen
Erdnussmus einrühren und unter Rühren schmelzen lassen. Kokosmilch angießen, gut verrühren und 5–10 Minuten sanft köcheln, bis die Soße cremig wird.

Abschmecken
Mit Sojasauce, Fischsauce, Reisessig und Kokosblütenzucker würzen. Jetzt entscheiden: mehr Chili frisch oder als Flocken. Die Soße soll ausgewogen, leicht süßlich, salzig und pikant sein.

Hähnchen zurück in die Pfanne
Fleisch zur Soße geben und kurz ziehen lassen, bis alles gut verbunden ist.

Pasta kochen
Spaghetti in reichlich Salzwasser al dente kochen, abgießen.

Anrichten
Spaghetti auf Teller geben, großzügig mit der Erdnusssoße toppen. Mit Frühlingszwiebeln, Erdnüssen und Koriander bestreuen. Am Tisch mit Crunchy Chili Oil veredeln.

Genießt es!

Kürbis-Birnen-Quiche mit zweierlei Käse

Kürbis-Birnen-Quiche mit zweierlei Käse

Telefonieren kann nicht nur Spaß machen, sondern auch hungrig. Wenn nämlich die Freundin während des Telefonats von dem Gericht schwärmt, das sie gerade zubereitet.

Meine Freundin Caren war dabei diese Quiche zu produzieren, während wir telefonierten. Und erwähnte dies natürlich nebenher. Sie hatte das Rezept im Netz gefunden und wollte es nun testen.

Weil sie wohlerzogen ist, brachen wir unser Telefonat ab, bevor sie begann zu essen.  Nach dem Verzehr bekam ich jedoch die Rückmeldung, dass das Gericht lecker wäre, aber ganz eindeutig Birne fehlen würde.

Dies nahm ich natürlich sofort zur Kenntnis und beschloss dann noch eine weitere Änderung: Ich bin kein Fan von Mürbeteig und ersetzte diesen einfach durch einen (fertig gekauften) Quiche-Teig.

Hier also meine Variante, inkl. Carens Änderung:

Zutaten

  • 1 Packung Quiche-Teig
  • 1 kleiner  Hokkaido-Kürbis und entkernt
  •  2 große reife Birnen, geputzt und gewürfelt
  • 200 ml Sahne
  • 200 g Blauschimmelkäse, klein gewürfel
  • 4 Eier
  • 150 g Crème fraîche
  • 15 frische Salbeiblätter
  • 50 g geriebener Bergkäse
  • eine Prise Muskat
  • Salz, Pfeffer, Zitronensaft

mit Midjourney AI erstellt.

Zubereitung

  • Den Teig nach Anweisung ausrollen und in eine runde gefettete  Auslaufform packen.
  • Für den Belag den Kürbis schälen, in Stücke schneiden, salzen und mit der Sahne im geschlossenen Topf in etwa 30 Minuten weichkochen.
  • Etwas gröber als ein Kartoffelpüree stampfen und abkühlen lassen.
  • Die grob zerschnittenen Salbeiblätter in etwas Olivenöl ganz kurz bei niedriger Hitze andünsten.
  • Die Eier und die Crème fraîche unter den Kürbisstampf ziehen, dann die Salbeiblätter. Mit Muskat Salz, Pfeffer und Zitronensaft abschmecken.
  • Die Birnenstücke unterrühren
  • Den Teig in die Quiche-Form geben, die Füllung hineingeben.
  • Backofen auf 200 Grad vorheizen. Blauschimmelkäse gleichmäßig auf der Füllung verteilen. Bergkäse darüber streuen.
  • Etwa 40 Minuten backen, 5 Minuten außerhalb des Ofens ruhen lassen und servieren.

 Lasst’s euch munden!