Saté-Pasta mit Huhn

Saté-Pasta mit Huhn

Ich habe keine Ahnung mehr, woher ich dieses Rezept habe – ich koche es schon lange, kann mich aber an den Ursprung nicht erinnern. Es ist irgendwie eine Abwandlung der indonesischen Saté-Spieße – ohne Spieße, dafür mit Pasta. 
(Übrigens ist auch dieses Titelbild nicht in meiner Küche, sondern mit Nano Banana entstanden.)

Gestern waren Claudia und Andreas zu Besuch – das war aus mehreren Gründen schön. Für mich war es besonders schön, weil die beiden so ganz nebenbei meine Geschirrspülmaschine repariert haben – einfach nach einem YouTube-Video (das läuft nicht unter Schwarzarbeit!). Für uns alle war es schön (hoffe ich zumindest), weil wir einen netten Abend hatten – allerdings etwas zu sättigend.

Manchmal darf es auch etwas mehr sein

Eigentlich würde ich behaupten, dass die oben angegebene Menge für 4 Personen reichen würde – wir haben aber alles zu dritt aufgegessen.
Und das, obwohl es dazu noch einen koreanischen Gurkensalat gab (Rezept folgt).
Allerdings muss man dazu sagen, dass die beiden Besucher nicht nur sehr sportlich sind, sondern auch sehr konsequent – wenn sie wissen, dass sie abends zum Essen eingeladen sind, dann essen sie tagsüber weniger. Mir ermangelt es ja leider an so viel Disziplin. Langer Rede, kurzer Sinn: Im Normalfall reichen die Mengen für 4 Personen. Da jammert dann auch keiner nach dem Essen – so wie wir es taten.

Außerdem kann man das Ganze auch super ohne Huhn essen – oder stattdessen mit Tofu. Den Tofu würde ich allerdings nicht vorher marinieren.
Woher ich das Einlegen des Huhns in Natron habe, weiß ich nicht mehr – man sollte wirklich wenig Natron nehmen (vermutlich verstoße ich damit gegen irgendwelche Regeln der Haute Cuisine), aber das Huhn ist dann unglaublich zart! .

Zutaten

Hähnchen & Marinade

  • 600 g Hähnchenbrustfilet, mundgerecht gewürfelt

  • ca. ½ TL Natron

  • 2–3 EL Sojasauce

  • 1 EL Sesamöl zum Braten

Nusssoße

  • 1 EL Sesamöl

  • 3 Knoblauchzehen, zerdrückt

  • 2 frische Chili, fein gehackt

  • 1 TL Ingwer, frisch gerieben

  • 4–5 EL Erdnussmus

  • 400 ml Kokosmilch

  • 1 EL Kokosblütenzucker (alternativ brauner Zucker)

  • Sojasauce nach Geschmack

  • Fischsauce nach Geschmack

  • Reisessig nach Geschmack
  • Chiliflocken nach Belieben

Pasta & Topping

    • 500 g Spaghetti

    • 4 Frühlingszwiebeln, in feine Ringe geschnitten

    • 1 Bund Koriander, grob gehackt

    • geröstete Erdnüsse
    • Crunchy Chili Oil zum Servieren

Zubereitung

Hähnchen vorbereiten
Die Hähnchenwürfel mit dem Natron bestreuen, mit etwas Sojasauce vermengen, bis alles leicht angefeuchtet ist. Abgedeckt 30 Minuten im Kühlschrank ziehen lassen.
Danach nicht extra abspülen, sondern direkt weiterverarbeiten.

Hähnchen anbraten
Sesamöl in einer großen Pfanne erhitzen. Das Hähnchen portionsweise scharf anbraten, bis es goldbraun ist. Aus der Pfanne nehmen und beiseitestellen.

Soßenbasis aufbauen
Erneut etwas Sesamöl in die Pfanne geben. Knoblauch, Chili und Ingwer bei mittlerer Hitze kurz anschwitzen, bis es intensiv duftet. Nicht bräunen lassen.

Nusssoße kochen
Erdnussmus einrühren und unter Rühren schmelzen lassen. Kokosmilch angießen, gut verrühren und 5–10 Minuten sanft köcheln, bis die Soße cremig wird.

Abschmecken
Mit Sojasauce, Fischsauce, Reisessig und Kokosblütenzucker würzen. Jetzt entscheiden: mehr Chili frisch oder als Flocken. Die Soße soll ausgewogen, leicht süßlich, salzig und pikant sein.

Hähnchen zurück in die Pfanne
Fleisch zur Soße geben und kurz ziehen lassen, bis alles gut verbunden ist.

Pasta kochen
Spaghetti in reichlich Salzwasser al dente kochen, abgießen.

Anrichten
Spaghetti auf Teller geben, großzügig mit der Erdnusssoße toppen. Mit Frühlingszwiebeln, Erdnüssen und Koriander bestreuen. Am Tisch mit Crunchy Chili Oil veredeln.

Genießt es!

KI-tchen-Bilder und echte Rezepte

KI-tchen-Bilder und echte Rezepte

Ich koche leidenschaftlich gerne. Und ich fotografiere auch leidenschaftlich gerne. Was ich jedoch nur sehr ungern mache: Ich fotografiere sehr ungern mein Essen.

Das hat zwei Gründe:

  1. Ich kann ziemlich vernünftig kochen – aber ich bin bei der Food-Anrichtung eher Grobmotorikerin. Soll heißen: Ich kleckere manchmal, meine Sommerrollen sind eher schief, meine Sushi häufig unterschiedlich groß.
  2. Ich mag mein Essen warm. Bei Sommerrollen und Sushi ist das nicht so ganz das Thema, bei warmem Essen ist es allerdings doch so, dass das Dekorieren, Ausleuchten und Anrichten zu Temperaturverlust führen könnte. Mal davon abgesehen, dass dampfendes Essen schnell zu beschlagenen Linsen führt.

Also mache ich hier aus der Not eine Tugend. Da ich als Marketing-Tante sowieso am Ball bleiben will/muss, was KI-Entwicklungen angeht, werde ich hier die meisten Bilder oder Videos mit KI erstellen – momentan sehr häufig mit Midjourney, einfach weil es für mich bisher das beste Tool ist. Aber ich möchte ja auch weitere Tools kennenlernen…

Die KI-Bilder geben trotzdem eine gute Vorstellung vom fertigen Gericht, auch wenn sie nicht mein echtes Essen zeigen. Und wann immer ich KI verwende, werde ich es natürlich kennzeichnen.

Die Rezepte allerdings? Die sind echt. Versprochen!

Kürbis-Birnen-Quiche mit zweierlei Käse

Kürbis-Birnen-Quiche mit zweierlei Käse

Telefonieren kann nicht nur Spaß machen, sondern auch hungrig. Wenn nämlich die Freundin während des Telefonats von dem Gericht schwärmt, das sie gerade zubereitet.

Meine Freundin Caren war dabei diese Quiche zu produzieren, während wir telefonierten. Und erwähnte dies natürlich nebenher. Sie hatte das Rezept im Netz gefunden und wollte es nun testen.

Weil sie wohlerzogen ist, brachen wir unser Telefonat ab, bevor sie begann zu essen.  Nach dem Verzehr bekam ich jedoch die Rückmeldung, dass das Gericht lecker wäre, aber ganz eindeutig Birne fehlen würde.

Dies nahm ich natürlich sofort zur Kenntnis und beschloss dann noch eine weitere Änderung: Ich bin kein Fan von Mürbeteig und ersetzte diesen einfach durch einen (fertig gekauften) Quiche-Teig.

Hier also meine Variante, inkl. Carens Änderung:

Zutaten

  • 1 Packung Quiche-Teig
  • 1 kleiner  Hokkaido-Kürbis und entkernt
  •  2 große reife Birnen, geputzt und gewürfelt
  • 200 ml Sahne
  • 200 g Blauschimmelkäse, klein gewürfel
  • 4 Eier
  • 150 g Crème fraîche
  • 15 frische Salbeiblätter
  • 50 g geriebener Bergkäse
  • eine Prise Muskat
  • Salz, Pfeffer, Zitronensaft

mit Midjourney AI erstellt.

Zubereitung

  • Den Teig nach Anweisung ausrollen und in eine runde gefettete  Auslaufform packen.
  • Für den Belag den Kürbis schälen, in Stücke schneiden, salzen und mit der Sahne im geschlossenen Topf in etwa 30 Minuten weichkochen.
  • Etwas gröber als ein Kartoffelpüree stampfen und abkühlen lassen.
  • Die grob zerschnittenen Salbeiblätter in etwas Olivenöl ganz kurz bei niedriger Hitze andünsten.
  • Die Eier und die Crème fraîche unter den Kürbisstampf ziehen, dann die Salbeiblätter. Mit Muskat Salz, Pfeffer und Zitronensaft abschmecken.
  • Die Birnenstücke unterrühren
  • Den Teig in die Quiche-Form geben, die Füllung hineingeben.
  • Backofen auf 200 Grad vorheizen. Blauschimmelkäse gleichmäßig auf der Füllung verteilen. Bergkäse darüber streuen.
  • Etwa 40 Minuten backen, 5 Minuten außerhalb des Ofens ruhen lassen und servieren.

 Lasst’s euch munden!