Zu dumm zum Radfahren? Warum das Tier nicht für mich denkt

3. März 2026 | Köter

✦ KI-generiertes Bild

13 Grad, Sonnenschein, kein Wind. Norddeutschland im Ausnahmezustand. Da liegt es natürlich nahe, das Fahrrad aus dem Keller zu befreien und das Tier mitzunehmen. Was kann da schon schiefgehen?

Nun ja.

Der Plan war eigentlich gut

So schwang ich mich heute Morgen also aufs Rad, leinte das Tier an – und wir fuhren los. Es war herrlich: Die Sonne schien, Fritz trabte brav neben mir her, und ich fühlte mich ausgesprochen sportlich und selbstzufrieden. So müsste das Leben immer sein.

Die Fußgängerampel

Kurz vor zu Hause, auf dem Rückweg, mussten wir an einer Fußgängerampel halten. Kein Problem. Ich lehnte mich – auf dem Fahrrad sitzend und natürlich ausgesprochen elegant – an den Mast, an dem die Ampel befestigt war. Das Tier stand neben mir. Alles entspannt.

Die Ampel wurde grün. Ich sagte zu dem Tier: „Los!“

Ich fuhr los, er galoppierte. Dann flog ich rückwärts …

Das Problem mit dem Ampelmast

Leider befand sich der Ampelmast zwischen uns. Das Tier, das gerade einmal ein Viertel meines Gewichts auf die Waage bringt, zog mich mit einer für mich überraschenden Entschlossenheit vom Fahrrad. Das Fahrrad fuhr einen Meter weiter. Ich landete einen halben Meter zurück. Auf dem Steißbein.

Ich sage „landete“ – es war weniger eine kontrollierte Landung als ein … Aufprall.

Das Publikum

Auf der anderen Straßenseite: zwei ältere Rollatornutzer. Sie hielten inne. Stützten sich auf ihre Rollatoren. Und schauten gespannt herüber.

Während ich mich fluchend erhob und dem Tier meinen Unmut mitteilte – laut und deutlich, für alle Beteiligten gut hörbar –, stieg ein Herr aus einem Auto und fragte besorgt, ob ich okay sei. Ich log. Behauptete, alles sei gut. Bis zu diesem Moment hatte ich übrigens noch nicht verstanden, warum ich geflogen war. Und da ich bei Schmerzen zu Ungerechtigkeit neige, ging ich davon aus, dass das Tier einfach irgendwo schnüffeln wollte und mich dabei vom Fahrrad geholt hatte.

Der Herr belehrte mich eines Besseren: Der Ampelmast war schuld, nicht das Tier.

Dabei hätte ich es so gerne verhauen …

Das ernüchternde Fazit

Tue ich natürlich nicht. Aber vermutlich sollte ich auch nicht davon ausgehen, dass der Hund für mich mitdenkt.

Das macht er nämlich nicht. Das hat er heute sehr eindrucksvoll unter Beweis gestellt.

Das Steißbein weiß das nun übrigens auch.

KI-bearbeitetes Porträt: Inken Rehburg, Marketing und PR für Food und Pet, mit Brille, stützt das Kinn auf die Hand und schaut freundlich in die Kamera, schwarz-weiß

✦ KI-bearbeitet

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